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Praxisbeispiel fuer weniger Reibung im Unternehmensalltag

  • Autorenbild: Amanda Frey
    Amanda Frey
  • vor 1 Tag
  • 10 Min. Lesezeit
Praxisbeispiel fuer weniger Reibung im Unternehmensalltag


Wenn ein Unternehmen wächst, wird der Alltag selten einfacher. Es treffen mehr Anfragen ein, mehr Personen sind beteiligt, und aus einer kurzen Abstimmung entsteht rasch ein Geflecht aus Rückfragen, Aufgaben, Freigaben und Absprachen. Genau an diesen Stellen entstehen Reibungsverluste: Eine Information liegt im E-Mail-Postfach, eine Aufgabe in einer Chat-Nachricht, eine Freigabe in einer mündlichen Zusage, und der tatsächliche Stand ist für andere kaum nachvollziehbar.


Dieses Praxisbeispiel zeigt, wie ein wachsendes Schweizer KMU Anfragen, Aufgaben und Freigaben so zusammenführt, dass der Ablauf im Alltag klar und nachvollziehbar bleibt. Nicht mit einem grossen Umbau und nicht mit überladener Methodensprache, sondern mit klaren Rollen, sauberen Übergaben und einer Prozesslogik, die im Betrieb funktioniert.



Wo im Alltag Informationen verloren gehen


Das Beispiel stammt aus einem branchenneutralen KMU mit rund 35 Mitarbeitenden. Das Unternehmen wächst, neue Kunden kommen hinzu, und intern arbeiten Verkauf, Operations, Administration und Geschäftsleitung enger zusammen als früher. Die Ausgangslage ist typisch für viele Betriebe in der Schweiz: zu gross für reine Zuruf-Organisation, aber noch ohne stark formalisierte Strukturen.



Der Ausgangspunkt: viele Anfragen, viele Wege


Zu Beginn liefen Anfragen über unterschiedliche Kanäle ein:


  • per E-Mail an verschiedene Personen

  • telefonisch direkt bei Mitarbeitenden

  • über Rückfragen aus laufenden Projekten

  • über persönliche Kontakte oder interne Weiterleitungen


Das Problem war nicht nur die Anzahl der Anfragen, sondern vor allem die fehlende gemeinsame Logik. Eine Anfrage wurde entgegengenommen, intern weitergeleitet, später präzisiert und schliesslich vielleicht zur Freigabe vorbereitet. In diesem Ablauf gingen leicht Details verloren.


Typische Fragen blieben offen:


  • Wer ist zuständig?

  • Was ist bereits geklärt?

  • Welche Rückfrage ist noch offen?

  • Wer darf freigeben?

  • Was gilt als erledigt?


Gerade in wachsenden Teams ist das heikel. Je mehr Personen beteiligt sind, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass Informationen an Schnittstellen hängen bleiben. Das führt nicht nur zu Verzögerungen, sondern auch zu Unsicherheit im Team.



Typische Reibung im Tagesgeschäft


Im konkreten Fall zeigten sich wiederkehrende Muster:


  • Eine Anfrage ging ein, wurde zwar gesehen, aber nicht klar zugeordnet.

  • Eine Aufgabe wurde begonnen, obwohl eine entscheidende Rückfrage noch offen war.

  • Eine Freigabe erfolgte mündlich, war später aber nicht sauber dokumentiert.

  • Rückmeldungen von Kunden oder internen Stellen landeten bei der falschen Person.


Solche Einzelfälle wirken zunächst klein. Im Tagesgeschäft summieren sie sich jedoch. Mitarbeitende verbringen Zeit mit Nachfragen statt mit Bearbeitung. Führungspersonen müssen nachhalten, statt zu steuern. Und die Qualität leidet, weil nicht alle mit demselben Informationsstand arbeiten.



Warum wachsende Unternehmen besonders betroffen sind


In sehr kleinen Teams funktioniert vieles über direkte Kommunikation. Es ist bekannt, wer was macht, und Lücken werden informell geschlossen. Mit dem Wachstum verändert sich das. Mehr Mitarbeitende bedeuten mehr Übergaben, mehr Teilverantwortung und mehr Abstimmung. Genau dann braucht es eine Struktur, die nicht auf Gewohnheit, sondern auf Klarheit und Verbindlichkeit beruht.


Das Beispiel zeigt deshalb vor allem eines: Prozessoptimierung ist oft kein Thema für grosse Umbauten, sondern für saubere Regeln im Kleinen.



Wie der Ablauf mit klaren Rollen aufgebaut wurde


Die Verbesserung begann nicht mit Software, sondern mit einer einfachen Leitfrage: Wie soll eine Anfrage vom Eingang bis zum Abschluss laufen, damit niemand raten muss? Daraus entstand ein schlanker Ablauf mit klaren Zuständigkeiten.



Schritt 1: Anfragen an einer Stelle sammeln


Statt Anfragen auf mehrere Personen zu verteilen, wurde ein zentraler Eingang definiert. Das bedeutete nicht zwingend ein neues Tool, sondern zuerst eine klare Regel: Jede externe oder interne Anfrage kommt an einen definierten Ort und wird dort erfasst.


Wichtig war dabei:


  • die Anfrage sichtbar zu machen

  • den Inhalt kurz zu beschreiben

  • eine erste Priorität festzulegen

  • die zuständige Rolle zu bestimmen


Damit wurde aus einer losen Nachricht ein bearbeitbarer Vorgang. Das Team musste nicht mehr nachverfolgen, ob etwas bereits irgendwo erwähnt worden war.



Schritt 2: Zuständigkeit früh festlegen


Der nächste Punkt war entscheidend: Nicht jede Person bearbeitet alles. Jede Anfrage erhält früh eine klar verantwortliche Rolle. Diese Person übernimmt nicht zwingend jede Teilaufgabe selbst, hält aber den Faden in der Hand und sorgt dafür, dass der Vorgang weiterläuft.


Im Praxisbeispiel wurden drei Ebenen unterschieden:


  • Annahme und Prüfung: Ist die Anfrage vollständig?

  • Bearbeitung: Wer setzt die Aufgabe um?

  • Freigabe: Wer prüft und gibt frei?


Diese Trennung schafft Ordnung. Viele Verzögerungen entstehen nicht durch fehlende Leistung, sondern durch unklare Übergänge. Wenn klar ist, wann eine Aufgabe übernommen wird und wann sie weitergeht, sinkt die Zahl unnötiger Rückfragen deutlich.



Schritt 3: Rückfragen als eigenen Prozessschritt behandeln


Früher wurden Rückfragen oft nebenbei gestellt. Dadurch blieb unklar, ob ein Vorgang wartet, läuft oder bereits abgeschlossen ist. Im neuen Ablauf wurden Rückfragen bewusst als eigener Prozessschritt definiert.


Das bringt zwei Vorteile:


  1. Transparenz: Alle sehen, dass noch eine Klärung offen ist.

  2. Verbindlichkeit: Die Anfrage bleibt sichtbar und liegt nicht still.


So wird verhindert, dass Aufgaben zu früh gestartet werden oder Freigaben auf unvollständiger Grundlage erfolgen.



Schritt 4: Aufgaben und Freigaben sauber verbinden


Ein zentraler Punkt war die Verbindung von Aufgaben und Freigaben. Eine Aufgabe gilt erst dann als abgeschlossen, wenn die notwendige Freigabe vorliegt. Gleichzeitig ist klar, wer diese Freigabe erteilt und auf welcher Grundlage.


Das klingt einfach, ist im Alltag aber oft nicht sauber geregelt. In vielen KMU wird etwas bearbeitet, kurz intern bestätigt und anschliessend als erledigt betrachtet. Später zeigt sich, dass die Freigabe nicht dokumentiert war oder dass eine andere Person noch einbezogen werden sollte.


Die neue Logik schuf hier klare Übergaben:


  • Bearbeitung abgeschlossen

  • Ergebnis geprüft

  • Freigabe erteilt

  • Rückmeldung an die richtige Stelle

  • Abschluss dokumentiert


So entsteht ein Ablauf, der nicht von einzelnen Personen abhängt, sondern nachvollziehbar bleibt.



Schritt 5: Den Abschluss sichtbar machen


Ein oft unterschätzter Punkt ist der Abschluss. Viele Prozesse scheitern nicht an der Bearbeitung, sondern daran, dass niemand den Vorgang sauber schliesst. Deshalb wurde im neuen Ablauf festgelegt, was als erledigt gilt: Rückmeldung gesendet, Freigabe dokumentiert, Aufgabe geschlossen.


Damit war auch für andere Teammitglieder klar, dass der Vorgang nicht mehr offen ist. Das reduziert Doppelspurigkeiten und verhindert, dass dieselbe Anfrage später erneut auftaucht.



Die neue Rollenlogik im Überblick


Im Kern wurde der Ablauf auf vier klare Verantwortungsbereiche reduziert:


  • Eingang prüfen

  • Aufgabe zuweisen

  • Freigabe einholen

  • Abschluss dokumentieren


Diese Struktur ist bewusst einfach gehalten. Sie braucht keine komplizierte Methodensprache, sondern eine konsequente Anwendung im Alltag. Genau darin liegt ihre Stärke.


Wer solche Strukturen aufbauen möchte, findet in der Beratung und Konzeptarbeit einen sinnvollen Ansatzpunkt, um bestehende Abläufe sauber zu analysieren und in eine praktikable Form zu bringen.



Welche Verbesserungen im Alltag sichtbar werden


Nach der Umstellung zeigte sich nicht nur mehr Ordnung, sondern vor allem weniger Reibung im Tagesgeschäft. Die Wirkung war nicht spektakulär, aber deutlich spürbar. Genau das ist oft ein gutes Zeichen: Ein Prozess wird nicht lauter, sondern ruhiger und verlässlicher.



Weniger Rückfragen durch klare Zuständigkeiten


Ein häufiger Nebeneffekt unklarer Prozesse sind Rückfragen, die eigentlich nicht nötig wären. Im alten Ablauf musste oft geklärt werden, wer etwas bearbeitet, ob eine Rückmeldung bereits eingetroffen ist oder ob eine Freigabe noch fehlt.


Mit klaren Rollen änderte sich das. Mitarbeitende konnten schneller erkennen:


  • Wer ist zuständig?

  • Wo steht der Vorgang?

  • Was fehlt noch?

  • Wer muss reagieren?


Das spart nicht nur Zeit, sondern auch mentale Energie. Teams arbeiten ruhiger, wenn sie den aktuellen Stand nicht ständig neu zusammensuchen müssen.



Mehr Tempo durch saubere Übergaben


Ein sauberer Ablauf bedeutet nicht automatisch, dass jede Aufgabe schneller erledigt wird. Er verhindert aber Wartezeiten, die allein durch Unklarheit entstehen. Das ist ein wichtiger Unterschied.


Im Praxisbeispiel wurde sichtbar, dass Übergaben besser funktionierten, weil sie nicht mehr informell und nebenbei passierten. Stattdessen war klar,


  • wann eine Aufgabe übergeben wird

  • welche Informationen dazugehören

  • wer den nächsten Schritt auslöst


Das verkürzt nicht nur Bearbeitungszeiten, sondern reduziert auch Schleifen zwischen den Beteiligten.



Nachvollziehbare Freigaben


Gerade bei Freigaben zeigt sich, wie wichtig Struktur ist. Freigaben sind oft nicht nur ein formaler Schritt, sondern eine inhaltliche Verantwortung. Wenn unklar ist, wer freigeben darf und worauf sich die Freigabe bezieht, entstehen Missverständnisse.


Im verbesserten Ablauf war die Freigabe deshalb nicht mehr ein beiläufiges «Okay», sondern ein definierter Schritt mit klarer Grundlage. Das macht Entscheidungen nachvollziehbar und erleichtert später die Rückverfolgung.


Für viele Unternehmen ist genau das ein praktischer Gewinn: Nicht alles muss wie in einem Grosskonzern dokumentiert werden, aber die wichtigsten Entscheidungen sollten sauber nachvollziehbar bleiben.



Mehr Transparenz für Führung und Team


Ein weiterer Vorteil lag in der besseren Übersicht. Die Geschäftsleitung musste nicht mehr bei mehreren Personen nachfragen, um den Stand eines Vorgangs zu klären. Auch das Team selbst gewann an Orientierung.


Das ist besonders wichtig, wenn ein Unternehmen wächst. Mit zunehmender Komplexität steigt der Bedarf an Übersicht. Ohne Transparenz wird Führung reaktiv. Mit Transparenz lassen sich Prioritäten besser setzen und Engpässe gezielter unterstützen.



Der Nutzen geht über Effizienz hinaus


Bei Prozessoptimierung wird häufig zuerst an Geschwindigkeit gedacht. Im Alltag ist der Nutzen breiter:


  • weniger Missverständnisse

  • bessere Nachvollziehbarkeit

  • klarere Verantwortung

  • stabilere Zusammenarbeit

  • weniger Abhängigkeit von einzelnen Personen


Gerade für Schweizer KMU ist das relevant. Viele Betriebe arbeiten mit kleinen, eingespielten Teams, in denen Ausfälle oder Wechsel schnell spürbar werden. Wer Übergaben verbessert, stärkt deshalb nicht nur den Ablauf, sondern auch die Robustheit des Unternehmens.



Was andere Unternehmen daraus übernehmen können


Dieses Praxisbeispiel ist nicht als Vorlage für eine bestimmte Branche gedacht. Gerade darin liegt sein Wert. Die zugrunde liegende Logik lässt sich auf viele KMU übertragen, wenn die Ausgangslage ähnlich ist: mehrere Rollen, mehrere Schnittstellen und mehrere Abstimmungen innerhalb eines Vorgangs.



1. Nicht den ganzen Betrieb gleichzeitig umbauen


Ein häufiger Fehler besteht darin, zu viel auf einmal verändern zu wollen. Sinnvoller ist es, mit einem konkreten Ablauf zu beginnen, der im Alltag regelmässig Reibung erzeugt. Das kann die Bearbeitung von Kundenanfragen sein, die interne Freigabe von Leistungen oder die Abstimmung zwischen Verkauf und Operations.


Ein klar abgegrenzter Prozess macht es leichter, Erfahrungen zu sammeln und Anpassungen vorzunehmen. So bleibt die Veränderung überschaubar und wirksam.



2. Rollen vor Tools klären


Technische Hilfsmittel können unterstützen, ersetzen aber keine klare Verantwortlichkeit. Bevor ein System eingeführt oder angepasst wird, sollte deshalb geklärt sein:


  • Wer nimmt an?

  • Wer bearbeitet?

  • Wer gibt frei?

  • Wer schliesst ab?


Diese Fragen sind wichtiger als jede Softwarefunktion. Erst wenn die Logik steht, lohnt sich die technische Abbildung.



3. Übergaben bewusst definieren


Viele Unternehmen unterschätzen die Übergabe. Dabei ist sie oft genau der Punkt, an dem Information verloren geht. Eine gute Übergabe enthält nicht nur die Aufgabe selbst, sondern auch den nötigen Kontext:


  • Was ist das Ziel?

  • Was wurde bereits geklärt?

  • Was fehlt noch?

  • Bis wann ist eine Rückmeldung nötig?


Wer Übergaben verbessern will, sollte deshalb genau dort ansetzen. Nicht mit mehr Kontrolle, sondern mit mehr Klarheit.



4. Freigaben nicht als Nebenschritt behandeln


Freigaben sind im Alltag oft schnell erledigt. Gerade deshalb brauchen sie einen klaren Platz im Prozess. Wenn Freigaben nicht sauber eingebunden sind, entstehen Unsicherheiten, Verzögerungen oder spätere Korrekturen.


Ein guter Ablauf macht sichtbar, wann eine Freigabe notwendig ist, wer sie erteilt und worauf sie sich bezieht. Das schützt vor unnötigen Schleifen und schafft Verlässlichkeit.



5. Den Prozess so einfach wie möglich halten


Nicht jeder Ablauf braucht viele Stufen. Im Gegenteil: Je einfacher die Logik, desto eher wird sie im Alltag angewendet. Für viele KMU reicht eine klare Kette aus Eingang, Bearbeitung, Freigabe und Abschluss.


Wichtig ist nicht die Länge des Prozesses, sondern seine Verlässlichkeit. Ein kurzer, klarer Ablauf ist meist hilfreicher als ein theoretisch vollständiger, aber im Alltag schwer nutzbarer Prozess.



6. Die Praxis vor die Theorie stellen


Prozessoptimierung sollte immer an realen Fällen gemessen werden. Was im Workshop gut klingt, muss im Tagesgeschäft funktionieren. Deshalb ist es sinnvoll, mit echten Anfragen, echten Übergaben und echten Freigaben zu arbeiten.


Genau hier liegt der Unterschied zwischen einer sauberen Darstellung und einem belastbaren Ablauf. Wer für solche Themen einen pragmatischen Einstieg sucht, kann sich auch die kleineren Budgets ansehen, wenn eine Lösung zunächst schlank und schrittweise aufgebaut werden soll.



Woran sich ein tragfähiger Ablauf erkennen lässt


Nicht jede Verbesserung ist sofort in Kennzahlen sichtbar. Oft zeigt sich die Qualität eines Prozesses zuerst im Verhalten des Teams. Wenn weniger nachgefragt werden muss, wenn Übergaben vollständiger erfolgen und wenn Entscheidungen sauber dokumentiert sind, ist das ein starkes Signal.


Ein tragfähiger Ablauf lässt sich meist an einigen einfachen Merkmalen erkennen:


  • Vorgänge bleiben sichtbar, auch wenn mehrere Personen beteiligt sind.

  • Offene Punkte sind erkennbar und gehen nicht im Tagesgeschäft unter.

  • Zuständigkeiten müssen nicht jedes Mal neu geklärt werden.

  • Freigaben sind nachvollziehbar und nicht nur informell erfolgt.

  • Abschlüsse sind klar dokumentiert.


Diese Punkte wirken unspektakulär. Im Alltag machen sie jedoch einen grossen Unterschied. Sie entlasten Mitarbeitende, schaffen Orientierung und reduzieren die Abhängigkeit von Einzelwissen.



Warum einfache Prozesslogik oft wirksamer ist als grosse Konzepte


Gerade in KMU besteht die Versuchung, Prozessprobleme entweder zu lange informell zu lösen oder sie mit zu viel Methodik anzugehen. Beides ist selten hilfreich. Rein informelle Abläufe werden mit dem Wachstum instabil. Zu komplexe Konzepte wiederum werden im Alltag nicht konsequent gelebt.


Wirksam ist meist ein Mittelweg: eine einfache, verständliche Prozesslogik, die zu den tatsächlichen Abläufen des Unternehmens passt. Sie muss nicht perfekt sein. Entscheidend ist, dass sie Orientierung gibt, Übergaben absichert und Verantwortlichkeiten klärt.


Für Swiss Process Solutions steht deshalb nicht die grösstmögliche Formalisierung im Vordergrund, sondern eine Lösung, die im Betrieb praktisch tragfähig ist. Prozesse sollen den Alltag entlasten, nicht zusätzlich belasten.



Häufig gestellte Fragen



Wie sieht ein realistisches Praxisbeispiel für Prozessoptimierung aus?


Ein realistisches Praxisbeispiel beginnt meist nicht mit einem grossen Umbruch, sondern mit einem konkreten Alltagsproblem. Zum Beispiel gehen Anfragen über verschiedene Kanäle ein, Aufgaben werden von mehreren Personen bearbeitet und Freigaben erfolgen teilweise mündlich. Prozessoptimierung bedeutet dann, diesen Ablauf so zu ordnen, dass Zuständigkeiten, Übergaben und Abschlüsse klar werden. Das Ziel ist nicht Perfektion, sondern ein nachvollziehbarer und stabiler Alltag.



Was bringt es, Anfragen, Aufgaben und Freigaben sauber zu verbinden?


Wenn Anfragen, Aufgaben und Freigaben sauber verbunden sind, geht weniger Information verloren. Das Team weiss besser, wer zuständig ist, was bereits geklärt wurde und welcher Schritt als Nächstes folgt. Dadurch sinken Rückfragen, Wartezeiten und Missverständnisse. Gleichzeitig wird der Ablauf für Führung und Team transparenter. Gerade in wachsenden Unternehmen schafft das spürbar mehr Ruhe im Tagesgeschäft.



Welche Rolle spielen klare Übergaben im Tagesgeschäft?


Klare Übergaben sind oft der entscheidende Unterschied zwischen Unklarheit und Verlässlichkeit. An Schnittstellen entstehen die meisten Fehler, weil Informationen unvollständig weitergegeben werden oder Zuständigkeiten offenbleiben. Eine gute Übergabe beschreibt deshalb nicht nur die Aufgabe, sondern auch den Kontext, den aktuellen Stand und die erwartete nächste Reaktion. So wird aus einer losen Weitergabe ein sauberer Prozessschritt.



Muss dafür gleich eine neue Software eingeführt werden?


Nein. In vielen Fällen beginnt die Verbesserung mit klaren Regeln und einer einfachen Prozesslogik. Erst wenn Rollen, Übergaben und Freigaben verständlich sind, lohnt sich die technische Abbildung. Software kann unterstützen, ersetzt aber keine saubere Struktur. Für viele KMU ist es sinnvoller, zuerst den Ablauf zu klären und danach zu entscheiden, welche Unterstützung tatsächlich nötig ist.



Wie erkennt ein KMU, dass der eigene Ablauf zu unklar geworden ist?


Ein typisches Zeichen sind wiederkehrende Rückfragen: Wer ist zuständig? Ist die Freigabe schon da? Wo steht die Aufgabe? Wenn Mitarbeitende viel Zeit damit verbringen, Informationen zu suchen oder Vorgänge zu klären, statt sie zu bearbeiten, ist das ein deutlicher Hinweis auf unklare Prozesse. Auch Doppelspurigkeiten, Verzögerungen und informelle Absprachen ohne sauberen Abschluss sprechen dafür.



Fazit: Weniger Reibung durch klare Logik


Das Praxisbeispiel zeigt, wie ein wachsendes Unternehmen mit einfachen Mitteln mehr Ordnung in den Alltag bringt. Nicht durch mehr Kontrolle, sondern durch klare Rollen, saubere Übergaben und einen nachvollziehbaren Ablauf von der Anfrage bis zur Freigabe.


Gerade für Schweizer KMU liegt darin ein konkreter Nutzen: Wenn Informationen nicht mehr zwischen E-Mail, Zuruf und Zwischenlösung verloren gehen, wird Zusammenarbeit ruhiger, belastbarer und besser steuerbar. Das gilt besonders dort, wo mehrere Personen und Schnittstellen beteiligt sind.


Wer Anfragen, Aufgaben und Freigaben sauber verbinden will, braucht keine überladene Methodik. Entscheidend sind eine klare Prozesslogik und eine Umsetzung, die im Tagesgeschäft getragen wird. Genau dort setzt Swiss Process Solutions an.


Für eine pragmatische Einschätzung oder ein erstes Gespräch bietet sich der direkte Weg über den Kontakt an.

 
 

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